Was man als Einzelner gegen  

derzeitige Missstände tun kann

 

 

In unserer heutigen Zeit ist bereits ein sehr großer und immer weiter zunehmender Teil der Bevölkerung zu Mitgefühl mit Tieren fähig und entsprechend seines inneren Entwicklungsstandes zu einem barbarischen Umgang mit Tieren nicht mehr bereit. Auch ist die Anzahl der sich deshalb vegetarisch ernährenden Menschen stetig ansteigend.

Doch gibt es auch noch Menschen unter uns, die zu einem menschlich primitiven und achtlosen Umgang mit Tieren neigen.

Durch die Jagd werden diese primitivste Wesenszüge in vielen Zeitgenossen nicht nur erhalten, sondern auch noch gepflegt und gefördert. Der Schießspaß auf leidensfähige Wesen, die Fallenstellerei, das Töten von anderer Leute Haustieren, tierquälerische Praktiken bei der Jagdhundeausbildung, Wettschießen auf Enten, Jagdtourismus usw., sowie die Benachteiligung der Bevölkerung und deren übermäßigen politischen Einfluss zwingt zum Gegensteuern!

Dass die Jagd von der Öffentlichkeit überhaupt noch toleriert wird, das liegt letztlich nur daran, dass die Jägerschaft das wirkliche Geschehen vor dem Großteil unserer Gesellschaft verbergen und uns noch immer ihr Jäger-Tralala vorspielen kann. Somit ist die Bevölkerung der Ansicht, dass die Jagd etwas ist, das sein muss und dass diese auf tierschonende Weise ausgeübt wird.

Das Eis ist daher sehr dünn geworden, auf dem sich die Jägerschaft bewegt und über Wasser hält und es besteht aus Falschinformationen, scheinheiligen Tatsachenverdrehungen, Lügen und dem Rückhalt den ihnen einige Politiker noch bieten können.

Seitens der Hobby-Jäger kennt man seine Schwachpunkte sehr genau, von denen die weitere Existenz dieser Spaß-Jagd abhängig ist. Entsprechende Anmahnungen gab es bereits auch von politischer Seite. Aus dieser Sicht hängt das langfristige Überleben der Jagd ganz entscheidend davon ab, ob es gelingt, die nichtjagende Öffentlichkeit von deren Notwendigkeit auch weiterhin zu überzeugen. So die Worte eines Staatsministers vor versammelter Mannschaft eines Landesjagdverbandes.

Diesbezügliche interne Äußerungen zeigen auch uns: Selbst bei dem bestehenden Filz aus Jagd und Politik, hat sich das ganze noch nicht derart verselbständigt, dass die Jägerschaft sich gerade so benehmen kann, wie es ihr behagt. Sie müssen daher auch weiterhin darauf bedacht sein, dass man sie öffentlich positiv einschätzt und dass sie nicht den Unmut des Volkes auf sich ziehen.

Aber solange, und sei es auch nur aufgrund gezielter Falschinformationen, in unserer Gesellschaft die Hobbyjägerei als etwas Notwendiges angesehen wird und man vielen Jägern noch dazu mit unangemessenem Respekt begegnet, wird deren Zulauf an Neulingen nicht nachlassen und somit auch die derzeitige Macht der ganzen Organisation nicht schwächer werden.

Um das sinnlose Morden und Quälen von Tieren zu beenden bedarf es daher erstrangig der öffentlichen Aufklärung.

Helfen wir also etwas nach, damit das wahre Gesicht der Hobby-Jagd und jede damit zusammenhängende Sinnlosigkeit bekannter wird und die Bevölkerung dadurch eine objektivere Vorstellung über dieses sinnlose Spaß-Morden und die dahinter stehende menschliche Barbarei erhält.

Die Wirkung die auch nur ein Einzelner dabei erzielen kann wird oft erheblich unterschätzt. Denn das, was man in den Köpfen vieler Menschen ausgelöst hat, sieht man nicht immer sofort. Und ein Umdenken, aufgrund neuer Informationen, das geschieht selten schlagartig. Es dauert meistens einige Zeit vom ersten Hellhörigwerden bis zu weiterem genauerem Hinsehen und einem langsam beginnenden Umdenken, besonders bei alten Glaubensstrukturen.

Dennoch kann einem ein Rückblick, nach einiger Zeit der Aktivität, sehr darüber zum Staunen bringen, wie sich die Stimmung in der Bevölkerung wandeln kann.

Die Erfolge sind leicht erklärbar, wenn man bedenkt, dass doch die Mehrzahl der Menschen friedfertig, aber leider unwissend oder falsch informiert ist. Man muss dazu auch nur einmal bedenken wie viele Menschen man über Zeitungen mit Leserbriefen erreichen kann. Oder wie viele Menschen werden bereits die Flugblätter gelesen haben, die man immer wieder an geeigneten Orten angebracht hatte?

Wer dabei mit dem Fahrrad nur zehn Kilometer in die eine und beim nächsten mal in eine andere Richtung fährt, der kann mit einem solchen Wirkungsradius von nur zehn Kilometern bereits eine Fläche von 300qkm an den wichtigsten Stellen gelegentlich immer wieder mit Flugblättern versorgen. Wenn man dazu bedenkt, wie viele tausend Menschen in dieser bei uns so dicht besiedelten Region leben, dann wird einem erst bewusst, dass bereits einer von Tausenden dazu imstande ist, allein eine sehr wirksame Aufklärungsarbeit zu betreiben.

Eine ganz neue und womöglich auch sehr wirksame Möglichkeit zur Aufklärung und Kommunikation mit Gleichgesinnten kann uns auch das Internet bieten.

Ein durch entsprechende Informationen bei vielen Mitmenschen zustande gekommenes Umdenken allein führt jedoch wegen natürlicher Bequemlichkeit bei vielen Mitmenschen noch lange nicht dazu, dass diese deshalb auch selber aktiv werden. Aber mit einem Umdenken ist auch schon viel erreicht.

Erst wenn bei einzelnen Personen zu diesem Umdenken noch persönliche Betroffenheit mit dazu kommt, z.B. weil der Hund erschossen oder bereits die dritte Katze spurlos verschwunden ist oder weil ein unergründliches Badeverbot die bisherige Freiheit eingrenzt, dann beginnen so manche Aktivitäten.

Jedem der in dieser Sache aktiv sein will, dem hoffe ich mit diesem Buch die oberflächlichen Schlagworte der Jäger entkräftet und ihm genügend schlagkräftige Gegenargumente geliefert zu haben. Damit wird man zu jenen Leserbriefen in Zeitungen, sowie Schreiben an Politiker fähig, welche die Jäger, wegen des sie entblößenden Gehalts an Hintergrundinformationen, am meisten fürchten.

Inzwischen können sich auch viele mit dem PC wirksame Flugblätter selber herstellen. Beispiele dafür, sowie für Aufkleber und eine Kettenbriefvorlage habe ich im Anhang zu dieser Datei. Damit kann man auch unerkannt aktiv werden.

Dies ist oft ratsam, da manche Jäger dort wo sie mit Argumenten nicht mehr gegenhalten können, mit hinterhältigsten Methoden und mit ihren Beziehungen gegen Jagdgegner vorgehen.

 

Leserbriefe in Zeitungen

Oft kann ein zusätzlich persönlicher Brief an die Redaktionsleitung für die Veröffentlichung eines Leserbriefes oder gar eines Zeitungsartikels von Nutzen sein, da mancher Chefredakteur selbst nicht umfassend über die Jagd informiert und nur von den Parolen der Jäger beeinflusst ist. Auch die Erinnerung an den hohen Prozentsatz von Tierfreunden unter seiner Leserschaft, kann ihn zu mehr Zurückhaltung gegenüber irgendwelchen Jagdberichten veranlassen.

 

Briefe an Politiker

Diese wurden mir bisher meistens beantwortet. Mancher Brief wurde mir nicht nur vom Sekretariat, sondern auch schon persönlich beantwortet.

Die Menge der zu einem bestimmten Thema eintreffenden Briefe, dient jedenfalls vielen Politikern als Barometer der Volksseele und der sie bewegenden Angelegenheiten. Auch so können Briefe bewirken, dass sich mancher Politiker daraufhin etwas mehr der entsprechenden Thematik zuwendet.

 

Gespräche mit Jägern im Bekanntenkreis

Sie sollen es spüren, dass man ihr Gehabe durchschaut, dass ihnen ihr Hobby weder Respekt noch Achtung einbringt, sondern vielmehr als ein schändliches und niederträchtiges Handeln angesehen wird. Ein Hobby das so manchen heimtückischen Möchtegern-Helden kennzeichnet! Jagd ist Gewalt und Hinterhältigkeit! Echte Naturliebe funktioniert ohne Gewehr!

Eine sich spürbar ändernde Beachtung dieses Hobby‘s könnte deren weiteren Zulauf an Neulingen bremsen.

 

Flugblätter

Die sind beliebig auf einem Computer herstellbar. Bei ihrer Verbreitung ist allerdings eine etwas vorsichtige Vorgehensweise anzuraten, da seitens der Jäger die Emotionen stark aufwallen, wenn sie derartige Infoblätter irgendwo entdecken. Abgerissene Flugblätter nicht sofort wieder ersetzen, sondern die Aktivitäten ganz willkürlich in andere Gebiete verlagern, damit man nach Plakatierort und Plakatierzeit betreffend völlig unberechenbar bleibt und eventuelles Lauern für Jäger erfolglos verläuft. Daher sollte man auch nie immer wieder gleiche Strecken und schon gar nicht immer zu gleichen Zeiten plakatieren, da man dann manchem als Radfahrer getarnten oder einem mit dem Fernglas beobachtenden Jäger auffallen und ihn damit zu unbedachten, eventuell gewaltsamen Handlungen verleiten könnte.

Die Schnelligkeit, mit der die Jäger auf die Flugblätter reagieren, wird Sie überraschen! Und manchmal macht das Zugucken dann auch noch Spaß, wenn man sie wie die Verrückten mit ihren Geländewagen überall herum rasen sieht und bemerkt mit welcher Verletzlichkeit sie gegen die Enthüllungen ihrer Lügen reagieren.

Viele Flugblätter sind schon nach wenigen Stunden von diesen entdeckt und wieder abgerissen, da oft in kürzester Zeit alle verfügbaren Kollegen und Helfer alarmiert werden und im Sucheinsatz sind.

Die Blätter daher nur dort anbringen, wo viele Menschen in der Natur zu erwarten sind. Z.B. an einem ersten warmen Frühlingswochenende an einem Ausflugsziel. Am besten dann auch noch an einem Fußweg platziert, den die Jäger nicht mit dem Auto kontrollierend abfahren können.

Eine zu dichte Plakatierung sollte man vermeiden, denn dies verunstaltet nicht nur die Landschaft, sondern wirkt auch aufdringlich und somit abstoßend. Daher besser wenig und dafür optimal platzierte Flugblätter anbringen.

An Fahrradwegen lohnen sich Flugblätter nur an gut besuchten Rastplätzen oder Engstellen an denen Radfahrer anhalten. Ansonsten sind bestenfalls noch die kurzen Aufkleber-Texte im Flugblatt-Format sinnvoll, denn wenig Text mit sehr großer Schrift wird auch noch im Vorbeifahren gelesen. Ein weiterer Vorteil der Flugblattaktion ist der, dass man dazu auch selber viel Bewegung an der frischen Luft hat.

 

Aufkleber

Die informieren zwar nicht so umfangreich wie die Flugblätter, aber manchmal können sie dennoch wirkungsvoller als die Flugblätter sein. Der Grund dafür ist, dass sie von Jägern nicht so leicht aufgefunden und daher nicht so schnell wieder abgerissen werden. Optimal platziert können sie im Blickfeld prangen. Ihr kurzer Text wird zudem leichter aufgenommen und bei humorvoller Textgestaltung sogar von Mund zu Mund noch weiter verbreitet. Zudem verunstalten sie die Landschaft nicht und wirken weniger aufdringlich. Auch sind sie einfacher und unauffälliger anzubringen und man kann immer einige dabei haben. Selbst gemacht sind sie auch noch billiger als die Flugblätter.

Man kann sie aneinander gereiht ebenfalls im DIN A 4 Format herstellen und durch Kopieren vervielfältigen, dann die Rückseite mit Tapetenkleister (1Päckchen auf 1-2 Liter Wasser) bestreichen, zum Trocknen auf ein Stück Karton spannen und danach die Blätter in ihre Einzelaufkleber zerschneiden.

Vor dem Aufkleben gut anfeuchten (am besten 1-2 sek. ganz in ein Wassergläschen eintauchen). Ideal im Blickfeld befinden sich die Aufkleber etwa in Augenhöhe oder da wo oft hingesehen wird.

 

Der Kettenbrief

Er bietet eine weitere Möglichkeit, um bei der Aufklärung mitzumachen und dennoch anonym zu bleiben. Hier ist zu bedenken, dass ein Kettenbrief nicht allzu sehr langlebig ist und schon bald von irgend jemand nicht mehr weitergeschickt wird. Daher empfiehlt es sich, diesen immer wieder neu zu starten. Adressen gibt es ja im Telefonbuch genug. Es gibt da auch viele Möglichkeiten einen solchen an Freunde und Bekannte übers Internet zu versenden. Dabei den Empfänger immer mindestens zur Verdreifachung und dreifachen Weiterleitung auffordern, davon möglichst an mindestens eine weiter weg befindliche Adresse, damit der Brief immer weitere Kreise zieht.

 

Briefkasten-Aktionen

Auch kann man bereits von organisierten Jagdgegnern Flyer beziehen und damit wie ein Postbote eine Briefkasten-Aktion starten.

Es gibt derzeit sehr viele jagdgeschädigte Katzen- und Hundehalter, Grundstücksbesitzer, Natursporttreibende (Kanufahrer, Segler, Drachenflieger, Pferdefreunde, Kletterer usw.) aber auch echte Naturschützer und auch Tierschützer, die um aufklärende Informationen dankbar sind, da über die Medien noch immer zu sehr die Schlagworte der Jäger anstatt aufklärende Hintergrundinformationen vermittelt werden.

 

 

Ich hoffe, liebe Leserin / lieber Leser, ihnen damit einiges an Informationen gegeben zu haben, damit sie zukünftig ihren Ärger, den sie mit Jägern möglicherweise schon hatten, nicht mehr verbittert hinunterschlucken müssen, sondern durch Jäger verursachten Frust, einfach und ohne straffällig zu werden sehr wirkungsvoll abreagieren können.

 

 

Dort wo unschuldige Kreaturen leiden müssen,

 

da sollten wir nicht einfach feige

 

und tatenlos weg sehen.

 

 

 

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